Frauennotruf für Kaiserslautern

Gesprächstermin mit „Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt e.V."

Gewalt gegen Frauen ist traurigerweise weiterhin ein aktuelles Thema. Dazu gehört auch sexualisierte Gewalt. 2 von 3 Frauen erleben in ihrem Leben sexuelle Belästigung, jede siebte Frau wird Opfer schwerer sexualisierter Gewalt. Der Verein „Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt e.V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Frauen mit der Einrichtung eines Frauennotrufs zu helfen.

Ein Frauennotruf ist eine spezialisierte Fach- und Beratungsstelle bei sexualisierter Gewalt und bietet vor allem Beratung für Betroffene, Angehörige und Fachpersonal, engagiert sich aber auch gesellschaftspolitisch in im Bereich der Frauenrechte, Geschlechterrollen oder Emanzipation. In Kaiserslautern gibt es so eine Anlaufstelle noch nicht, der Verein würde diese eklatante Lücke gerne füllen.

Am Montagabend hat sich die Stadtratsfraktion Die Grünen mit dem jungen Verein zusammengesetzt, um Möglichkeiten und Wege zu eruieren, wie von politischer Seite aus geholfen werden kann. Meike Camby, Myriam Jung und Martina Schuler haben unseren Fraktionär*innen genau erläutert, welche Aufgaben ein Frauennotruf wahrnimmt und was der Verein wie erreichen möchte.

„Sexualisierte Gewalt beginnt da, wo etwas stattfindet, was ich nicht will.“, betont Meike Camby. Um Frauen und Mädchen (in über 90% der Fälle von sexualisierter Gewalt sind die Opfer weiblich) in einer solchen Situation zu helfen, sei ein Frauennotruf eine wichtige Institution für Kaiserslautern. Der Verein möchte den Betroffenen möglichst viel Selbstbestimmung zurückgeben, die Unterstützung solle individuell genau da greifen, wo sie benötigt werde.

„Die Einrichtung eines Frauennotrufs wäre wirklich großartig für Kaiserslautern. Wir unterstützen den Verein gerne mit ganzer Kraft, damit unsere Bürger*innen endlich auch in Kaiserslautern ein Angebot erhalten, welches in vielen Städten wie Zweibrücken oder Worms bereits lange selbstverständlich ist. An dieser Stelle sei auch Frau Camby, Frau Jung und Frau Schuler sehr für ihr Engagement gedankt.“, meint Fraktionsvorsitzender Tobias Wiesemann.

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Allgemein Stadtratsfraktion Presse