BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

KV Kaiserslautern

Japanischen Garten erhalten – Grüne fordern ausreichende Finanzierung

10.02.26 –

Die Grüne Stadtratsfraktion hat sich mit Ralf Kammer, dem Vorsitzenden des Verein Japanischer Garten e. V., getroffen, um über die Zukunft des Touristen-Hotspots und die Arbeit des Vereins zu sprechen.

Das Gelände des Japanischen Gartens hat der Verein für 30 Jahre von der Stadt gepachtet. Unter dem Vorsitzenden Ralf Kammer seien die Mitgliedszahlen von 750 auf über 1100 gestiegen. Der Garten ist einer der größten außerhalb Japans und zieht jedes Jahr circa 60.000 Besuchende in die Stadt. Zudem beschäftigt er 5 feste Mitarbeitende sowie Praktikant*innen oder Auszubildende, dabei ist Inklusion einer der Leitsätze.

Der Pachtvertrag läuft allerdings bald aus. Der Verein hält sich noch über Wasser, jedoch sind dringende Investitionen in die Infrastruktur mit den momentanen Mitteln nicht zu stemmen. „Eigentlich ist die Notwendigkeit einer Finanzierung durch die Stadt schon immer da“, meint Ralf Kammer. „Wir sind meistens gerade so bei Null rausgekommen. Die jetzt bevorstehenden Ausgaben können wir alleine aber einfach nicht stemmen. Natürlich würden wir gerne weitermachen, dafür brauchen wir aber eine verbindliche Finanzierungszusage der Stadt.“ Im Garten stehen dringende Ausbesserungen und Baumaßnahmen an, bspw. bei den Bedachungen und Wegen. Auch würde der Verein gerne die Barrierefreiheit voranbringen und in diesem Zuge die Toiletten zugänglich machen.

„Der Japanische Garten hat massive Strahlkraft und ist eine bedeutende kulturelle und touristische Einrichtung in unserer Stadt. Das müssen wir dringend erhalten und die ehrenamtliche Tätigkeit der Vereinsmitglieder auch würdigen“, meint Fraktionsvorsitzender Tobias Wiesemann. „Wenn uns der Garten wegfällt, wäre das wirklich ein großer Verlust für die Stadt. Deswegen müssen Stadtspitze, Rat und Verwaltung in enger Zusammenarbeit eine Zukunft sicherstellen. Wir setzen uns auch für die städtische Finanzierung von Photovoltaikanlagen im Garten ein, welche langfristig und nachhaltig die hohen Stromkosten senken könnten.“

„Wir haben hier wieder mal ein offensichtlich systemisches Problem: Die Unterfinanzierung der Kommunen führt bei uns vor Ort direkt und spürbar zu Problemen in Kultur, Sozialleben und Infrastruktur“, kritisiert Holger Munderloh. „Wir wollen keine weitere Kannibalisierung innerhalb des Freiwilligen Bereichs, sondern fordern vom Land und der ADD eine ausreichende Ausstattung der Kommunen, die eine langfristig gesicherte und auskömmliche Finanzierung unserer Einrichtungen ermöglicht.“

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