Die Fraktion DIE GRÜNEN begrüßt, dass nun endlich nach 2001 ein Entwurf zur Einzelhandelskonzeption vorliegt.

Wir begrüßen auch die Kritik, die immer wieder in dieser Konzeption zu Recht auftritt bezgl. Der Analyse der Sünden der Vergangenheit.

Das Einzelhandelskonzept von 2001 wurde, wenn man ehrlich ist, nie ernst genommen und diente kaum als Grundlage für evtl. Ansiedlungen, sonst würde es in unserer Stadt und explizit in den Stadtausgängen anders aussehen.

Immer mehr wurden durch fragwürdige Gutachten Asiedlungen bewilligt bzw. legitimiert, die auf unsere gesamte Stadtentwicklung einen negativen Einfluss genommen haben.

Die katastrophale Ansiedlungspolitik der letzten Jahre war eine Sünde, die man leider nicht mehr rückgängig machen kann.

Und was die Stadt dem innerstädtischen Einzelhandel zugemutet hat, ist unverantwortlich gewesen.

Eine Stadt muss man als komplexes, ökonomisches, soziales und kulturelles System sehen.

Das hat man hier in den vergangenen Jahren leider versäumt.

Es kam immer mehr zur Verdrängung kleinerer Geschäfts- und Dienstleistungsbetriebe durch Großketten und Großkaufhäuser.

Die Folge davon ist eine nicht mehr bedarfsorientierte Versorgung der Bevölkerung in einzelnen Ortsbezirken und das ist das eigentliche Problem, denn davon sind insbesondere die örtliche Bevölerung betroffen.

Es muss doch jedem klar sein, dass wenn sich große Einkaufszentren an den Stadtausgängen platzieren, es zum Rückzug des kleineren Einzelhandels aus den innerstädtischen Wohnquartieren kommt, da sie der Konkurrenz nichtmehr gewachsen sind.

Wir begrüßen deshalb den Entwurf und verbinden damit die Hoffnung, dass diese Konzeption endlich eine Grundlage für zukünftige Entscheidungen ist und nicht wieder ausgehebelt wird durch welche Gutachten auch immer.