28.11.20 –
Der E-Scooter ist als Fortbewegungsmittel auf einem aufsteigenden Ast, sind die kleinen Gefährte doch häufig wendiger und flexibler im Straßenverkehr als manch anderes Verkehrsmittel. Dennoch gibt es auch Schattenseiten der Scooter – sie werden oft achtlos stehen gelassen. Dies stellt vor allem für Menschen mit Behinderung ein großes Problem dar. Wir als Grüne Fraktion rufen unsere Mitbürger*innen deshalb zur gegenseitigen Rücksichtnahme auf!
Seit Anfang des Jahres gibt es sie auch in Kaiserslautern: die E-Scooter. Vertrieben werden sie vorrangig vom Unternehmen „Tier“. Sie bieten vielen in einer autodominierten Stadt eine Möglichkeit, schnell von A nach B zu kommen, ohne nervige Parkplatzsuche. Doch es wurde schnell klar, dass ein großer Nachteil mit diesem System einhergeht, denn eine Kontrolle, wie die Scooter nach der Benutzung zurückgelassen werden, gibt es nicht. Vor allem für Menschen mit Behinderung wird dadurch der Alltag unnötig erschwert. Für Bürger*innen im Rollstuhl sind die häufig nebeneinander achtlos abgestellten Scooter ein unüberwindbares Hindernis, sodass ein Ausweichen auf die Straße meist unvermeidlich ist. Auch für Menschen mit einer Sehbehinderung gestaltet sich der tägliche Weg durch die Stadt mittlerweile als schwierig: Die Scooter sind schwer zu ertasten, wodurch besagte Bürger*innen oft über die E-Roller stolpern und schlimmstenfalls sogar hinfallen. Wir finden: eine unnötige Erschwerung des Alltags und eine Barriere auf dem Weg zu einer inklusiven Stadt.
„Vielen ist diese Problematik vermutlich nicht bewusst, weshalb wir hiermit an alle Nutzer*innen appellieren wollen, mehr Rücksicht beim Abstellen der E-Scooter walten zu lassen. Auf dem Weg zu einer sozialen, inklusiven Gesellschaft ist es wichtig, dass wir aufeinander Acht geben und solche – für die meisten kleine, für andere große – Steine gemeinsam aus dem Weg räumen.“, so unsere Fraktionsvorsitzende Lea Siegfried.
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