Am vergangenen Montag wurde im Stadtrat über die Queerbeauftragten-Stelle diskutiert. Dank eines positiven Beschlusses kann nun die Bewerbungsphase vorbereitet werden. Die Grüne Stadtratsfraktion begrüßt diesen Schritt in Richtung eines bunteren Kaiserslauterns.
Queer sein bedeutet, sich bezüglich der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität außerhalb des vermeintlich heteronormativen und cisgeschlechtlichen Spektrums zu identifizieren. Dazu gehört homo-, bi- oder pansexuell, aber auch bspw. transsexuell oder nicht-binär zu sein. Queere Personen sind bis heute in vielen Bereichen systematischen Diskriminierungen ausgesetzt. Deswegen ist es wichtig, dass sie ein*e Ansprechpartner*in innerhalb unserer Stadt haben, welche*r sich um ihre Belange kümmert.
Das Jugendparlament hatte einen entsprechenden Antrag zur Schaffung einer Queerbeauftragten-Stelle bereits vor einem Jahr gestellt. Nun wurde über die Wahl abgestimmt. Grünen Fraktionärin Selina Wolf meint dazu: „Wir sind froh, dass die Stelle nun als eigenständige ehrenamtliche Tätigkeit ausgeschrieben wird, und nicht der Gleichstellungsbeauftragten Katharina Disch zugeordnet wird. Somit kann der Fokus des Ehrenamts komplett auf der queeren Gemeinschaft und den dort vorhandenen Problematiken und Krisen liegen. Auch für jüngere queere Personen ist es essenziell zu sehen, dass ihre Interessen ernst genommen und sie in unserer Stadt repräsentiert werden.“
Denn wie der Sprecher des Jugendparlaments Moritz Behncke bereits treffend in der Sitzung formulierte: „Queere Interessen ernst zunehmen bedeutet mehr als an den Stadteingängen Regenbogenfahnen zu hissen“.
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