19.11.20 –
Die BI „Pro Otterberger Wald“ hat angeblich über 3000 Unterschriften gegen das Windenergieprojekt in Otterberg gesammelt. Eine Bürgerinitiative, deren Mitgliederzahl bisher nicht bekannt ist und die sich bei ihrem Infostand vor der Stadthalle Otterberg Unterstützung bei dem Verein „Vernunftkraft“ geholt hat. Einer bundesweit agierenden Vereinigung , die laut lobbypedia von der AFD unterstützt wird und AFD- Mitglieder im Vorstand hat.
Die Nennung der Stadtbürgermeisterin und 3.300 Unterschriften in einem Satz suggeriert, dass 3.300 Otterberger gegen die Windkraftanlagen seien. Wieviele Otterberger Bürgerinnen und Bürger nun wirklich gegen die Windräder unterschrieben haben, ist nicht ansatzweise erwähnt.
Fakt ist, dass nach einer Forsa-Umfrage in Deutschland 82% der Befragten die Nutzung und den Ausbau der Windenergie als wichtig oder sehr wichtig erachten. Auch vor Ort ist die Akzeptanz der Windenergie mit 78% der Befragten mit den Windenergieanlagen in ihrem Wohnumfeld einverstanden. Es wäre erstaunlich, wenn es in Otterberg eine derart krasse Abweichung vom Durchschnitt der Bundesdeutschen gäbe.
Die Rede ist hier von 1700 Unterschriften und 1500 bei der Online-Petition , wobei nicht erkenntlich ist ob diese identisch sind. Das wirft dann doch einige Fragen auf. Wer hat diese Unterschriftenliste überprüft, woher die Personen kommen, die da unterschrieben haben und vielleicht auch doppelt? Uns ist bekannt, dass z.B. auch Unterschriften im Bürgerladen Höringen gesammelt wurden.
Diese Unterschriftensammlung stellt sich somit als sehr fragwürdig heraus. Es wurde uns berichtet, dass die BI mit zum Teil unwahren Darstellungen Interessierte zur Abgabe von Unterschriften aufgefordert hat. Die teilweise falschen Behauptungen zu den Windkraftanlagen musste die BI bereits bei der letzten Bürgerversammlung zurücknehmen.
Die Grünen bedauern, dass nur wenige Otterbergerinnen und Otterberger an den insgesamt vier Informationsveranstaltungen der Stadt Otterberg teilgenommen haben, was zum Teil wohl auch der Corona-Situation geschuldet war.
Dort hätte man erfahren können, welchen großen Beitrag die Windkraft für den Klimaschutz leistet und dass in Otterberg von den 2176 ha Wald lediglich 4 ha dafür hätten gerodet werden müssen. Dies in einem Nutzwald, in dem jährlich Bäume gefällt werden, sei es aus forstwirtschaftlichen Gründen oder wegen Schäden durch Hitze und Dürre. Klimaschutz ist auch Waldschutz, auch für den Otterberger Wald!
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