08.11.20 –
Die Grünen im Stadtrat Otterberg haben immer wieder deutlich gemacht, dass dringend Maßnahmen notwendig sind, um die Klimaerwärmung zu begrenzen und deshalb der CO2-Ausstoß reduziert werden muss. Der Einsatz von Windkraft spielt hier eine entscheidende Rolle. Dies habe auch der Naturschutzbund NABU in einer Stellungnahme bekräftigt.
Wenn man Klimaschutz will, dann muss man etwas dafür tun und alle Gemeinden haben die Verpflichtung, ihren Anteil dazu beizutragen. Wir wissen, dass ein Wald mehr ist, als ein CO2-Speicher. Jedoch um den ganzen Wald zu erhalten, muss eine seriöse Abwägung zwischen notwendigem Einschnitt und dem Stopp der Erderwärmung erfolgen.
Wir beurteilen die schädlichen Folgen herkömmlicher Energieerzeugung als so schwerwiegend, dass wir uns in der Abwägung für die Erneuerbaren Energien einsetzen - auch im Wald - wenn es die naturschutzrechtlichen Vorgaben zulassen. Konservativ nach den gängigen Zahlen gerechnet, spart ein Windrad 700-mal mehr CO2 ein, als die dafür benötigte Waldfläche.
Es ist festzuhalten, Otterberg hat 2176 ha Wald, von denen man höchstens 4 ha für die Windräder benötige, die man an anderer Stelle auch wieder aufforsten müsste.
Die Grünen weisen darauf hin, dass die einzige waldfreie Fläche in der Umgebung von Otterberg der zwischen Schallodenbach und Heiligenmoschel liegende Reiserberg, mit seinen ergiebigen Windgeschwindigkeiten für Windräder geeignet gewesen wäre. Die Mehrheitsparteien im Verbandsgemeinderat haben sich dort allerdings für einen Höhenradweg mit einer Sonnenuhr entschieden und somit Windräder ausgeschlossen.
Da zur Erfüllung der Klimaziele auch unsere Verbandsgemeinde, sofern ertragreiche Windflächen vorhanden sind, mindestens 2% für Windräder bereitstellen muss, können leider auch Waldflächen nicht ausgeschlossen werden.
Der Vorwurf von SPD und CDU, die Grünen würden ihre Werte verraten und den Wald "verkaufen" sehen die Grünen als populistisches Wahlkampfgetöse vor der anstehenden Landtagswahl.
Es ist für die Grünen kein Widerspruch, wenn sie sich an anderer Stelle für den Erhalt von Wäldern einsetzen. "Wenn Wald für Braunkohletagebau oder für den Bau von Autobahnen gefällt werden soll, so ist das nicht im Sinne des Klima- und Naturschutzes und dann kämpfen wir dort für den Erhalt", so die Grünen.
Mit dem Windenergieprojekt in Otterberg würde bei 4 Windenergieanlagen eine CO2-Reduzierung von rd. 28.000 Tonnen pro Jahr erreicht. Landesforsten als Waldbesitzer haben daher deutlich gemacht, dass sie das Projekt auch ohne die Zustimmung Otterbergs umsetzen wollen. Denn insbesondere sie sehen, wie auch der Otterberger Wald durch den Klimawandel leidet.
Der komplexe Zusammenhang von Klimaschutz und Waldschutz war der Stadtratsmehrheit in Otterberg leider nicht zu vermitteln und so haben sie die angebotene Kooperation mit Windenergieunternehmen und die Gewinnbeteiligung von mindestens 2-3 Mio. € regelrecht in den Wind geschlagen.
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