
19.06.15 –
In der Freitagsausgabe der Rheinpfalz (12.6.2015) zeichnet Andreas Ganter in seinem Kommentar zum Fluglärm ein Bild der Alternativlosigkeit für Fluglärm in der Westpfalz.
„Eine Welt ohne Kriege und Militär bleibt wohl eine Utopie“, sagt Herr Ganter, und bezeichnet eine Westpfalz ohne Fluglärm ebenfalls als Utopie. Das mag so sein. „Aber muss man sich nicht an die eigene Nase fassen, wenn man tatenlos zusieht, wie von unserem Boden aus völkerrechtswidrige Angriffskriege geführt werden, wie zum Beispiel der zweite Irakkrieg?“, fragt Jochen Marwede, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen im Kreistag Kaiserslautern.
„Sind CIA-Flüge mit entführten und entrechteten Menschen zu Foltergefängnissen in „Drittstaaten“, die angeblich auch über Ramstein gelaufen sind, wirklich alternativlos oder auch nur
akzeptabel? Sind wir wirklich ein souveräner Staat, wenn wir das zwar falsch finden, aber nichts dagegen tun?“
Die Situation im Irak, in Syrien, und in Nordafrika zeigt doch überdeutlich, wie wenig Gutes so manche Militärintervention bewirkt hat. Sind die dazu notwendigen Übungs- und Versorgungsflüge wirklich alternativlos? Die Flüge zur Rückführung von verletzten und toten Soldaten könnte man sich bei manchem Krieg auch sparen, wenn man ihn gar nicht erst führt. Und das Geld, das in diesen Militäraktionen verbrannt wird, fehlt für dringende humanitäre Hilfe sowie für Wirtschafts- und Aufbauhilfen zur Prävention von Konflikten.
„Und selbst wenn man das alles tatsächlich als alternativlos betrachtet (ich weiß nicht wie das gehen soll, aber Herr Ganter scheint davon auszugehen), heißt das immer noch nicht, dass der ganze Fluglärm hier in der Westpfalz stattfinden muss,“ sagt Jochen Marwede.
Durch den Flugplatz Ramstein sind die Bürger hier bereits einer enormen Belastung ausgesetzt. Und diese erhöht sich noch durch die kontinuierliche Konzentration von Einheiten aus anderen Teilen Europas hier in Ramstein. Ist es wirklich zu viel verlangt, die Polygone Stationen aus der Westpfalz zu verlegen und damit den Flugverkehr in der Umgebung von Ramstein zu reduzieren? Müssen all diese Aktivitäten und Einheiten wirklich hier konzentriert werden?
Eine Welt ganz ohne Krieg und Militär, eine Welt ganz ohne Fluglärm ist vielleicht tatsächlich eine Utopie. Deswegen jedes Maß an Belastung für die Bevölkerung, und eine enorme Konzentration einer solchen Belastung in der Westpfalz, achselzuckend zu akzeptieren, ist sicher nicht der richtige Weg!
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